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Die Höhe von Darlehenszinsen richtet sich im Einzelfalle nach einer ganzen Reihe von verschiedenen Faktoren. Dabei spielen sowohl die augenblicklichen allgemeinen wirtschaftlichen Gegebenheiten eine Rolle als auch individuelle Faktoren hinsichtlich des Kunden, die man mit Bonität bezeichnet und nicht zuletzt die Art der Sache, die mit dem Kredit finanziert werden und/oder als Sicherheit dienen soll. Es ist leicht zu verstehen, dass beispielsweise Hypothekenzinsen relativ günstig sein können, weil die beliehene Immobilie eine gute Sicherheit darstellt, auf die der Gläubiger im schlimmsten Falle seine Hand legen kann. Bei unsichereren Finanzierungsobjekten wird der Kreditgeber hingegen für sein erhöhtes Risiko höhere Kreditzinsen haben wollen.

Darlehenszinsen setzen sich bei genauem Hinsehen aus mehreren Teilen zusammen: Zunächst gibt es, wie Volkswirtschaftler herausgefunden haben wollen, einen gewissen Basiszinssatz der irgendwo zwischen zwei und drei Prozent liegt und gewissermaßen die Schwelle darstellt, die überschritten werden muss, damit Anleger Geld verleihen. Außerdem muss der Darlehenszins natürlich die Inflation abdecken und schließlich auch noch etwas für das Risiko hergeben, denn jede Anleihe kann im Prinzip notleidend werden oder gar platzen.

Da Banken Geld im großen Stil verleihen, wird das Risiko eines Kredites nach dem Gesetz der großen Zahl zu einer statistischen Größe. Da die Ausfälle durch den Verdienst an den reibungslos bedienten Krediten mit vergleichbarem Risiko wett gemacht werden müssen, schlägt sich höheres Risiko in höheren Kreditzinsen nieder. Hypothekenzinsen beispielsweise sind daher niedriger als etwa Darlehenszinsen für einen Konsumkredit oder gar ausgesprochenes Wagniskapital.

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